GROßE FORMATE – JULIEN CUNY – 2026

Meine Malerei stellt nicht die Figur dar — sondern die Kräfte, die sie durchdringen.


Die Körper werden dort porös, unterworfen organischen, mineralischen, leuchtenden Kräften, die sie verändern und neu zusammensetzen. Die Form entsteht aus dem Bildfeld, zwischen Erscheinen und Verschwinden.

Gemälde wirken auf zwei Ebenen gleichzeitig:

Mikro- gespannte Figuren, Gesten, Materie.

Mega: eine zirkulatorische Schwingung.

Aus der Ferne sind sie abstrakt, aber kreislaufartig, und wenn man sich nähert, bewegen sie sich, sie atmen, sie machen sogar Geräusche.

«Der Kopfsprung» – Öl auf Leinwand – 173x126cm

Es ist ein einheitliches Feld. Die Gestalt wird nicht ausgelöscht, sondern verwandelt. Die beruhigenden, warmen Ockertöne werden von elektrischen Linien durchzogen. Vergängliche, vibrierende Gestalten, die auf der Leinwand das Echo ihrer Formen hinterlassen.

Ich male nicht gegen die Figur.
Ich male über sie hinaus.

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